Erstveröffentlichung: 26. März 2023 | Überarbeitet: April 2026 – Version 2
Kinderleicht – Spargel mit Schweinefilet
Jedes Jahr dasselbe Spiel: Die ersten Spargelbündel tauchen auf dem Markt auf – und gleichzeitig schleicht sich leiser Respekt in die Küche ein. Spargel schälen, Schweinefilet richtig garen, Hollandaise ohne Gerinnungskatastrophe … klingt das nach einem entspannten Festessen? Und ob! Wenn eins einmal kapiert hat, dass das alles eine Frage des Timings ist, läuft der Rest fast von allein.
Ich habe das mal einem Freund bewiesen. Ich habe alles vorbereitet – er musste nur noch die Töpfe in der richtigen Reihenfolge auf den Herd stellen und Fertiges warm halten. Und glaub mir: Der ließ sonst sogar das Kaffeewasser anbrennen. Das Ergebnis? Himmlisch.
Wer den Spargel kennt, weiß: Die Saison dauert von Ende April bis zum 24. Juni – dem Johannistag. Danach ist Schluss, ganz traditionell. Dieses kurze Fenster macht Spargel besonders. Und ja, auch teuer. Dazu gleich mehr.
Für dieses Rezept kommt weißer Spargel in den Topf – der klassische deutsche, der unter der Erde wächst und deshalb so zart und mild schmeckt. Wer es kräftiger mag: Grüner Spargel funktioniert hier ebenso gut und muss nicht mal geschält werden.
Das Rezept ist für 2 Personen berechnet.
Für den Hauptgang:
- 1 kg weißer Spargel (ca. 500 g pro Person)
- 1 Schweinefilet (ca. 600–800 g, am besten vom Metzger)
- 400 g Drillinge (kleine Kartoffeln – müssen nicht geschält werden, perfekt!)
- Gewürzmischung für Braten oder Schweinefilet
- etwas Öl zum Anbraten
- Salz
Für die Blitz-Hollandaise:
- 200 g Butter
- 3 Eigelbe (Größe L, sehr frisch)
- 1 kleine Limette, frisch gepresst
- 1 TL Dijonsenf
- 1 TL Crème fraîche
- 1 TL Zucker
- ½ TL Weißwein-Essig (zum Abschmecken, nach Belieben)
- Salz, Pfeffer
Das vollständige Hollandaise-Rezept mit allen Schritten gibt es bei Emmi kocht einfach – dort ist es wirklich gut erklärt.
Vorbereitung – der eigentliche Geheimtrick
Gute Vorbereitung ist bei diesem Gericht die halbe Miete. Und das Schöne: Vieles lässt sich schon am Vortag erledigen, sodass beim Festessen selbst die Ruhe bewahrt werden kann.
Am Vortag:
- Spargel schälen und in einem feuchten Küchentuch eingewickelt im Kühlschrank lagern.
- Schweinefilet würzen, in Frischhaltefolie einwickeln und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen – das gibt deutlich mehr Geschmack.
- Hollandaise vorbereiten: Alles bis auf den Butter-Schritt kann schon am Morgen des Festessens fertiggestellt werden.
Kurz vor dem Kochen:
- Drillinge waschen und mit 1 TL Salz in einem Topf mit Wasser bereitstellen.
Das nimmt den Stress raus. Und du kannst dich in Ruhe um deine Gäste kümmern.
Jetzt kommt die Eieruhr!
Aber Spargel ist doch so teuer …
Stimmt. Weißer Spargel ist kein Alltagsgemüse – zumindest nicht zum Saisonstart, wenn die ersten Bündel noch bis zu X € pro Kilogramm kosten können. Aber keine Sorge, da gibt es ein paar Wege:
Too Good To Go checken: Über die App tauchen regelmäßig Rettertüten von Obst- und Gemüsehändlern, Hofläden oder Supermärkten auf – da kann auch mal Spargel drin sein. Wir selbst haben so schon einige Gläser Spargel einkochen können.
Direkt beim Erzeuger kaufen: Wochenmärkte oder Spargelhöfe in der Region sind oft günstiger als der Supermarkt – und man weiß, wo der Spargel herkommt.
Grüner Spargel als günstige Alternative: Er ist meist günstiger, muss nicht geschält werden und schmeckt kräftiger. Für dieses Rezept funktioniert er wunderbar.
Spargelschalen nicht wegwerfen: Daraus lässt sich ein feiner Fond kochen – als Basis für eine Spargelcremesuppe. Eins kann ihn auch einkochen und für später aufheben.
Schweinefilet clever kaufen: Im Ganzen beim Metzger ist es oft günstiger als vorportioniert aus dem Supermarkt. Was übrig bleibt, lässt sich gut einfrieren.
📚 Quellen anzeigen
- Emmi kocht einfach – Blitz-Hollandaise: emmikochteinfach.de/blitz-hollandaise/
🌿 Alle Spargel-Artikel im Überblick

📚 Buchempfehlung
Mein allererstes Kochbuch war das Blaue Kochbuch – damals 1983 in der Schule. Und ehrlich gesagt: Es liegt heute noch in meiner Küche. Inzwischen in der 56. Auflage, über 4 Millionen Mal verkauft und immer noch das Standardwerk, das eins wirklich von Grund auf kochen lernen lässt – von der Hollandaise bis zum Hefeteig.
Was ich daran so schätze? Es erklärt das Warum hinter den Rezepten. Nicht nur „wie lange“, sondern auch „warum so“. Genau das brauchen Anfänger – und das macht auch routinierten Köchen das Nachschlagen leicht.

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Eure Pinf
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Es lohnt sich, wenn man plant auf lange Sicht etwas in seinem Leben zu verändern.
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Drin steckt: kindgerecht erklärter Aufbau des Spargels, Nährstoffe, Sorten und Hinweise zur Verträglichkeit – und 5 kinderleichte Rezepte zum Nachmachen, Ausprobieren und Genießen.



