Erstveröffentlicht: 6. April 2023 · Zuletzt überarbeitet: April 2026· 2. Fassung
Erdbeersaft selbst gemacht – das lohnt sich gleich doppelt: Gekaufter Erdbeersaft ist nicht nur teuer, er enthält oft auch jede Menge Zucker und Zusatzstoffe. Dabei ist selbst gemachter Erdbeersaft überraschend einfach herzustellen – und einen Entsafter braucht eins dafür nicht.
Ich zeige euch hier drei Varianten, die ich alle selbst ausprobiert habe: den klassischen Kaltansatz, den schnellen Direktansatz in der Flasche und einen feinen Erdbeersirup als Topping oder Geschenk aus der Küche.
Hinweis: Die Zuckermengen lassen sich reduzieren oder durch Alternativen ersetzen. Zucker dient hier aber auch der Haltbarkeit – wer auf Vorrat produziert, sollte das im Hinterkopf behalten. Und wie immer gilt: sehr sauber arbeiten.

Rezept 1: Erdbeersaft ohne Entsafter
Zutaten:
3 Liter Erdbeeren
40 g Zitronensäure
2 Liter frisches Wasser
375 g Zucker pro 1 Liter gewonnener Flüssigkeit
Außerdem benötigt:
Sehr große Schüssel oder lebensmittelechter Eimer mit Deckel
Moltontuch (alternativ ein gut ausgewaschenes Küchentuch ohne Waschmittelrückstände)
großes Sieb
Kartoffelstampfer
großer Topf
sterile Flaschen mit Deckel
Trichter
Messbecher
Zubereitung:
Erdbeeren in die Schüssel geben und mit dem Kartoffelstampfer vorsichtig zerdrücken. Zitronensäure darüberstreuen, mit Wasser auffüllen, einmal umrühren und abgedeckt 24 Stunden ziehen lassen. Gelegentlich umrühren hilft.
Danach eine zweite Schüssel bereitstellen, das Sieb darüberhängen und mit dem Moltontuch auslegen. Die Erdbeermasse hineingießen, die Tuchenden zusammennehmen und den restlichen Saft vorsichtig herausdrücken. Die ausgepresste Masse beiseitelegen – sie lässt sich noch anderweitig verwenden. Zum Beispiel dörren und damit einen köstlichen Tee zubereiten.
Mit dem Messbecher die gewonnene Flüssigkeit messen, in den Kochtopf geben und die entsprechende Zuckermenge einrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. In sterile Flaschen abfüllen, verschließen und kühl und dunkel lagern.
Optional kann der Saft auch bei 90° für 30 Minuten pasteurisiert werden. Das erhöht nochmals die Haltbarkeit.
Bonus-Tipp: Den Saft direkt zu Gelee weiterverarbeiten: etwas Zitronensaft und eine Vanilleschote dazu, dann nach Gelierzucker-Anleitung verarbeiten. Die ursprüngliche Zuckermenge aus dem Rezept dabei weglassen.
Rezept 2: Erdbeersaft direkt aus der Flasche
Diese Methode eignet sich besonders gut für die schnelle Verarbeitung frischer Erdbeeren. Die Erdbeeren geben Farbe und Geschmack ans Wasser ab und werden dabei blass – der Saft eignet sich ideal für Schorlen und Mixgetränke.
Zutaten pro 1-Liter-Flasche:
250 g Erdbeeren
80 g Zucker
Kochendes Wasser
Außerdem:
Sterile Flaschen mit Twist-off-Deckel* oder Weckflaschen* mit Klammern und Einmachringen
Erdbeeren waschen, entstielen und schadhafte Stellen aussortieren. Je 250 g Erdbeeren und 80 g Zucker in jede Flasche füllen – Rand sauber halten, am besten mit Trichter. Kochendes Wasser bis ca. 2 cm unter den Flaschenrand auffüllen. Sofort verschließen und zugfrei abkühlen lassen. Kühl und dunkel lagern.
rühren. Springform oder Tortenbodenform fetten und den Teig einfüllen und glatt streichen.
Rezept 3: Erdbeersirup
Erdbeersirup hält durch den hohen Zuckeranteil besonders lange. Er passt als Topping für Desserts, als Geschmackssirup für Sprudelwasser – oder als hübsches Geschenk aus der Küche. Dafür am besten kleinere Flaschen à 250–500 ml verwenden, so lässt er sich besser portionieren.
Zutaten:
1.500 g Erdbeeren
375 g Zucker
150 ml Wasser
Saft einer Zitrone
Außerdem:
Sterile Flaschen mit Twist-off-Deckel* oder Weckflaschen*
Zubereitung:
Erdbeeren waschen, entstielen und kleinschneiden. In einen Topf geben, etwas Zucker darüberstreuen, Wasser und Zitronensaft dazugeben. Abgedeckt Saft ziehen lassen – ideal über Nacht, aber eine Stunde reicht auch.
15 Minuten auf dem Herd kochen, dabei regelmäßig umrühren. Ein Sieb über einen zweiten Topf stellen und die Erdbeermasse hineinschöpfen. Gut abtropfen lassen. Den Sirup zurück in den ersten Topf geben, Sieb und zweiten Topf spülen, das Sieb mit einem sauberen Tuch auskleiden und den Sirup nochmals durchgießen – so wird er schön klar.
Achtung:
Das dauert etwas.
Restlichen Zucker einrühren und kurz aufkochen, bis er vollständig gelöst ist. Heiß in sterile Flaschen abfüllen, verschließen und zugfrei abkühlen lassen.
Bis zu 12 Monate.
Und nicht vergessen: ein hübsches Etikett macht aus dem Sirup ein wunderbares Geschenk.
Wer ein sicheres Lebensmittel haben möchte, sollte die Flaschen dennoch pasteurisieren. Mir ist auch hin und wieder mal eine Flasche "aufgegangen" und vergoren. Das ist ärgerlich. Pasteurisiert wird bei 90° für 30 Minuten.
#PinfsKochstudio #Erdbeeren #Einkochen #Erdbeersaft #Vorratshaltung #GünstigKochen
🍓 Alle Erdbeer-Artikel im Überblick

Dass in der Stadt nicht nur Betonwüsten, Abgase und Hundehaufen zu finden sind, zeigt euch dieses Buch von mundraub.org aus dem smarticular Verlag.
Die besten essbaren Wildpflanzen kannst du auch in deiner Nähe finden und so deinen Speiseplan mit würzigen Kräutern, Obst, Vitaminen und Mineralstoffen bereichern. Und das völlig kostenlos.

Wenn euch der Artikel gefallen hat, teilt ihn doch mit euren Freunden.
Ihr wollt in Zukunft per Mail über neue Inhalte, Rezepte und Tipps informiert werden? Dann einfach zum Newsletter anmelden.
Bis bald und leckere Grüße
Eure Pinf
*Zur Refinanzierung der Kosten fürs Webhosting nimmt #PinfsKochstudio am Affiliate Programm von Amazon teil. Bestimmte Begriffe in meinen Beiträgen sind daher mit Links zu Amazon hinterlegt und mit einem * markiert. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du meine Arbeit ohne das dir Mehrkosten entstehen. Vielen Dank.

Das Weck Einkochbuch
Wer mit dem Einkochen anfängt, braucht eine verlässliche Grundlage. Das Einkochbuch von Weck ist genau das – ein Klassiker der Vorratshaltung mit vielen Rezepten, Grundregeln und Tipps rund ums Einkochen, Einmachen und Haltbarmachen.
Von Marmelade über Gemüse bis hin zu Fleischkonserven – hier findet eins alles was eins für den Einstieg und darüber hinaus braucht.
Empfohlen von Pinf – weil gute Grundlagen das A und O sind!


