Erstveröffentlicht: 25.03.2023 · Zuletzt überarbeitet: April 2026 · 2. Fassung

Spargel günstig kaufen und verarbeiten – das klingt für viele wie ein Widerspruch. Bis zu 24 € das Kilo für Klasse-I-Spargel aus deutschem Anbau: Da bleibt das königliche Gemüse für Menschen mit kleinem Budget oft ein Traum. Aber es gibt Wege, wie eins trotzdem in den Genuss kommt. Und wenn der Spargel erst einmal da ist, zeige ich euch, wie eins ihn richtig vorbereitet, lagert und auf Vorrat haltbar macht.

Kurz zur Geschichte – warum Spargel so teuer ist

Spargel hat eine lange Geschichte. Die alten Griechen kannten ihn, die Römer kultivierten ihn – Marcus Portius Cato beschrieb bereits um 200 v. Chr. ausführlich den Anbau. Bei wohlhabenden Römern galt er als edle Vorspeise, später als königliches Gemüse, das sich nur der Adel leisten konnte. Erst im 17. Jahrhundert kam er in den freien Handel und wurde für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

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Teuer ist Spargel bis heute – und das hat gute Gründe: Die Saison dauert nur von kurz vor Ostern bis zum 23. Juni (Johannistag). Danach brauchen die Pflanzen alle Kraft für die nächste Ernte. Und geerntet wird ausschließlich von Hand – maschinelle Ernte würden die empfindlichen Stangen nicht überstehen.

Dem Spargel werden in der Volksmedizin übrigens allerlei Wirkungen nachgesagt: bei Leberproblemen, Rheuma und Gicht soll er helfen, zudem harntreibend und blutreinigend sein. Wer schon mal Spargel gegessen hat, kann das mit dem Harn vielleicht bestätigen – der Geruch ist jedenfalls unverwechselbar.

Spargel günstig bekommen – so geht’s

  • Markt kurz vor Schluss: Händler geben übrige Stangen oft günstig ab – einfach nachfragen.

  • Supermarkt am frühen Morgen: Herabgesetzte Ware gibt es häufig morgens in der Gemüseabteilung. So habe ich 2022 über die Saison verteilt 10 kg Spargel zum halben Preis ergattert.

  • Bruchspargel und niedrigere Klassen: Nicht ganz gerade gewachsen, aber genauso lecker – und deutlich günstiger, vor allem in Hofläden und auf dem Markt.

  • Spargelschalen mitnehmen: Viele Kunden lassen auf dem Markt die Schalen von geschältem Spargel liegen. Frag nach – daraus lässt sich wunderbare Spargelbrühe kochen.

  • Foodsharing: Manchmal hat man Glück und ergattert das königliche Gemüse auch hier.

  • Too Good To Go: In der Spargelsaison hat eins hier echtes Glück. Supermärkte und Hofläden bieten ihre Überraschungstüten oft kurz vor Tagesende oder früh am Morgen an – und Spargel ist ein klassischer Kandidat. Ich habe dieses Jahr bereits 3 Gläser einkochen können und mehrere Flaschen Spargelbrühe auf Vorrat gefüllt. Einfach die App im Blick behalten und schnell sein, wenn ein Laden in der Nähe auftaucht.

Frischen Spargel richtig lagern und vorbereiten

Frischer weißer Spargel auf einem Marktstand mit Küchenhandtuch – Spargel kaufen und verarbeiten

Frische erkennen: Spargelstangen aneinanderreiben – quietschen sie, sind sie frisch. Die Schnittstelle unten sollte noch feucht und nicht braun sein.

Lagern: In ein feuchtes Küchentuch wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. So hält er sich ein bis zwei Tage.

Schälen: Mit einem breiten Sparschäler von oben nach unten schälen. Holzige Enden abschneiden. Schalen und Enden nicht wegwerfen – sie ergeben eine herrliche Spargelbrühe!

Haltbar machen: Geschälten Spargel einfrieren (in Gefrierbeutel, Luft rausdrücken) oder einkochen. Spargelschalen lassen sich ebenfalls einfrieren und später zu Brühe verarbeiten.

Aber Spargel ist so teuer…

Stimmt – wenn eins unbedingt Klasse I haben möchte. Aber mit etwas Geduld und den Tipps oben kommt eins auch mit kleinem Budget in den Genuss. Einfrieren oder einkochen lohnt sich sehr: So hat eins das Frühlingsgemüse das ganze Jahr griffbereit – für Suppen, Salate oder als Beilage zu einem besonderen Essen.

Wer mehr über die Geschichte des Spargels erfahren möchte: Das Europäische Spargelmuseum in Schrobenhausen in Oberbayern ist einen Besuch wert.

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