Tütensuppen selber machen liegt im Trend – und das aus gutem Grund.
Fertige Tütensuppen gehören für viele Menschen zum Alltag: schnell zubereitet, lange haltbar und überall erhältlich. Gleichzeitig stehen sie immer häufiger in der Kritik. Hoher Salzgehalt, Geschmacksverstärker, Palmfett und wenig echte Zutaten lassen Zweifel an ihrem Nährwert aufkommen.

Was sind selbst gemachte Tütensuppen?
Eine attraktive Alternative sind selbst gemachte Tütensuppen. Sie vereinen den Komfort einer schnellen Mahlzeit mit der Qualität frischer, kontrollierter Zutaten. Du kannst dir deinen Vorrat auf einmal anlegen oder nach und nach Gemüsereste dörren und somit deinen Vorrat an selbst gemachten Tütensuppen nach und nach anwachsen lassen.
Nach vielen hektischen Monaten ist mein Vorrat an selbst gemachten Tütensuppen stark geschrumpft. Ich arbeite im Homeoffice und da ist eine schnelle Tütensuppe zum Mittagessen ideal. Aber auch meine Kinder (Jugendliche) haben den Vorteil von selbst gemachten Tütensuppen schätzen gelernt, seitdem sie im Berufsleben stehen. Denn als ToGo Mahlzeit sind selbst gemachte Tütensuppen unschlagbar.
Warum selber machen?
Die Inspiration zu den selbst gemachten Tütensuppen kam mir beim Durchstöbern eines meiner wichtigsten Haushaltshelfer „Selber machen statt kaufen“ Edition Küche“ (rechts oben verlinkt) Das Buch leistet mir seit geraumer Zeit wertvolle Hilfe beim Sparen und auch im Umweltschutz.
Unser finanzielles Budget ist trotz Lohnarbeit immer noch recht klein. Damit ich dennoch auf vieles nicht verzichten muss, stelle ich vieles selbst her. Sei es Putzmittel, Backofenreiniger, Marmeladen, Kosmetikprodukte, Gemüsebrühpulver, Gemüsepaste, Gewürzmischungen und eben auch Tütensuppen.


Für meine Tütensuppe habe ich folgende Regeln. Es gibt eine Basis mit normalen Suppengewürzen wie Sellerie, Möhren, Staudensellerie, Porree, Zwiebeln, Knoblauch und ggf. Ingwer. Liebstöckel und Petersilie runden alles ab. Salz und Pfeffer gebe ich erst bei der Zubereitung hinzu. Die Zutaten würfle ich sehr klein. Du kannst das entweder manuell mit einem Messer machen oder du nimmst die einen elektronischen Helfer. Manuell ist für mich gleichzeitig sowas wie Meditation, ich kann dabei entspannen und einfach mal das Gehirn abschalten. Außerdem sieht das Gemüse schöner aus.
Dann kommt alles auf ein oder zwei mit Backpapier ausgelegten Backblechen. Auf Umluft 50 – 70°C über Nacht trocknen lassen. Die Tür bleibt dabei einen Spalt auf, dazu stecke ich einen Holzkochlöffel zwischen, damit die feuchte Luft entweichen kann. Für kleinere Mengen (wie z.B. Reste) verwende ich meinen Dörrautomaten.
Am Morgen, wenn alles raschelnd trocken ist, lasse ich alles gut abkühlen und fülle es dann in kleine Tüten, die sich hervorragend mehrfach verwenden lassen.
Die selbst gemachten Tütensuppen (oben im Bild) fülle ich für die Jugend im Hause ab, wenn’s morgens schnell gehen muss. Gläser wäre besser, jedoch kommen die selten zurück, wodurch die Ersparnis in neue Gläser investiert werden muss. Die Tütchen kann ich, sofern sie den Weg zurückfinden, mehrfach verwenden. Ich fülle 6 EL meiner Gemüsemischung in den Beutel und gebe zum Beispiel einige Fadennudeln hinzu. Ihr könnt aber auch Mi-Nudeln verwenden.
Nudeln oder auch Kartoffeln vom Vortag übrig?
Dann kannst du diese frisch in den Thermobecher geben und die getrocknete Gemüsemischung oben drauf. Die gekochten Kartoffeln natürlich vorher in kleine Würfel schneiden. Du kannst die selbst gemachte Tütensuppe auch mit getrockneten Pilzen oder geräuchertem Tofu aufpeppen. Wie schon gesagt, sei kreativ.
Tütensuppen beschriften
Beschriften nicht vergessen, sofern ihr unterschiedliche Tütensuppen selber macht. Ich habe die Etiketten selbst gestaltet und ein Feld für individuelle Angaben freigelassen. Die Druckvorlage könnt ihr hier herunterladen. Die Etiketten wurden passgenau für AVERY Zweckform 3422 Adressaufkleber erstellt und lassen sich damit besonders einfach und sauber ausdrucken. Die passenden Aufkleber können hier* bestellt werden.
Zubereitung: Beutelinhalt in eine Schüssel oder einen Thermobecher geben und mit heißem Wasser auffüllen, 5- 10 Minuten ziehen lassen, fertig. Nach Geschmack noch Salz und Pfeffer zugeben.
Die Tüten heißen Minidruckbeutel und sind bei dm erhältlich.
Die Vielfalt selbst gemachter Tütensuppen
Du kannst deine selbst gemachten Tütensuppen nach deinem Geschmack zubereiten. Das Rezept ist nicht in Stein gemeißelt. Mit Wahl der Zutaten kannst du bestimmen in welche Richtung deine Mahlzeit geht. Schau dir an was in asiatischen Suppen drin ist und versuche diese nachzubauen. Oder wie wäre es mit einer Champignonsuppe? Kürbis, Brokkoli usw.
Aufmerksame Lesende werden feststellen, dass die Zutaten für selbst gemachte Tütensuppen an mein Gemüsebrühpulver/Veggie-Würze erinnern. Und in der Tat ist es fast die gleiche Zusammenstellung. Jedoch lasse ich hier Gewürze wie Salz und Pfeffer zuerst weg und füge sie erst beim Abfüllen in den Thermobecher ein. Und zwar individuell für jeden Genießer.
Es gibt eigentlich kein genaues Rezept, denn du verwendest die Zutaten die du zuhause hast. Oder als Basis klassisches Suppengemüse. Kleiner Tipp: Strunk von Blumenkohl, Brokkoli und auch Kohlsorten lassen sich hier ebenfalls verarbeiten. Du kannst das Gemüse einfrieren, bei bedarf auftauen und dann ebenfalls für deine selbst gemachten Tütensuppen dörren.

Dass in der Stadt nicht nur Betonwüsten, Abgase und Hundehaufen zu finden sind, zeigt euch dieses Buch von mundraub.org aus dem smarticular Verlag.
Die besten essbaren Wildpflanzen kannst du auch in deiner Nähe finden und so deinen Speiseplan mit würzigen Kräutern, Obst, Vitaminen und Mineralstoffen bereichern. Und das völlig kostenlos.

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Eure Pinf
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„Selber machen statt kaufen – Küche“
Es gibt so viel Zeugs, dass wir kaufen, selbst gemacht aber nicht nur günstiger ist, sondern auch gesünder.
Es lohnt sich, wenn man plant auf lange Sicht etwas in seinem Leben zu verändern.
Aber auch wenn du nach selbst gemachten Geschenkideen aus der Küche sucht.

Thermobecher für Mahlzeiten
In unserem Haushalt gibt es eine Reihe diverser Thermobecher für Mahlzeiten. Sie hallten heißes heiß und kaltes kalt, Im Sommer ideal für Salate, Joghurt und Müsli, im Winter für Suppen und anderes.
Wir haben unsere bei netto und Tchibo gekauft. Dort sind sie aber nicht ganzjährig verfügbar sondern nur Aktionsware. Beim großen a gibt es eine Riesen Auswahl. Schaut welche euch am Besten gefällt.

Thermokannen
Im Grunde reichen kleine Thermokannen von dm. Sie halten relativ gut warm von morgens bis Mittag und so lässt sich auch eine selbstgemachte Tütensuppe zubereiten. Vielleicht braucht diese länger als 5 Minuten, jedoch unter 10 Minuten.
Die Jugend im Haus nutzt diese Flaschen im Winter außerdem um Tee oder selbst gemachten Instant-Porridge zuzubereiten.
Im Sommer lassen sich darin gekühlte Tees und Wasser transportieren. Oder unterwegs an Trinkbrunnen auffüllen.

Reisewasserkocher
Ein wichtiger Begleiter für uns ist dieser Reisewasserkocher. Er ist klein, verfügt über 4 verschiedene Temperaturauswahlmöglichkeiten und hält auch sehr lange warm. Das habe ich selbst auf der Fahrt (Megaverspätung) mit dem ICE im November von Berlin nach Trier getestet.
Um unterwegs Wasser zu erhitzen gibt es außerdem ein Kabel für die Steckdose. Ich fülle ihn morgens mit kochendem Wasser auf, so braucht er mittags nicht allzu lange um wieder auf Temperatur zukommen, falls die Wassertemperatur nicht ausreicht.

