Kennst du das Gefühl, wenn du an deine Oma denkst und weißt: Die wusste noch wie es geht? Einkochen, Einmachen, Vorräte anlegen – das war für sie selbstverständlich. Für uns ist es oft vergessenes Wissen. Dabei ist einkochen für Anfänger viel einfacher als eins denkt. Ich zeige dir wie!
Ich bin Pinf und ich koche selbst seit Jahren ein – meistens im Sitzen, mit Pausen, weil mein Körper nicht immer mitmacht. Und trotzdem. Es lohnt sich. Für den Geldbeutel, für den Vorrat, und irgendwie auch für die Seele.
Einkochen für Anfänger – brauchst du wirklich viel Equipment?
Nein! Das ist das Erste was ich dir sagen möchte. Für den Einstieg reicht ein großer Topf, ein sauberes Küchenhandtuch und ein paar gesammelte Schraubgläser. Mehr braucht eins nicht. Alles andere kann später kommen – wenn du weißt dass Einkochen wirklich etwas für dich ist.

Die Zubehörliste für Einsteiger:
- Großer tiefer Topf oder Backofen mit Fettpfanne
- Kleinerer Topf zum Sterilisieren der Deckel
- Küchenhandtücher – mehrere, gut ausgewaschen
- Kleines und großes Sieb
- Schaumlöffel, Suppenkelle, Kochlöffel
- Trichter für Flüssigkeiten
- Küchenwaage oder Messbecher
- Tafessalz (kein Jodsalz!), Tafelessig, Zitronensäure
Das meiste davon hast du schon zu Hause. Versprochen.
Welche Gläser eignen sich zum Einkochen?
Hier gibt es zwei Welten: Twist-Off-Gläser und Weckgläser. Beide funktionieren gut – mit kleinen Unterschieden.
Twist-Off-Gläser sind die bekannten Schraubgläser. Günstig zu bekommen, oft schon zu Hause vorhanden. Wichtig: Den Deckel vor dem Öffnen immer prüfen – drückt er sich ein, ist der Inhalt verdorben.
Weckgläser sind nachhaltiger. Deckel öffnet sich sichtbar wenn das Vakuum weg ist. Es gibt sie in verschiedenen Formen:
- Tulpe → ideal für Eintöpfe, Gemüse, Suppen
- Sturzglas → für Wurst, Pasten, Kuchen, Brot
- Flasche → für Säfte, Brühen, Soßen, Öle
Günstig an Weckgläser kommen? Ebay Kleinanzeigen, Haushaltsauflösungen oder einfach im Freundeskreis fragen. Und wer in der Nähe von Öflingen ist: Weck hat einen Werksverkauf!
Was du beim Einkochen für Anfänger unbedingt wissen musst

Hygiene ist alles. Gläser und Deckel müssen sterilisiert werden – entweder im Backofen bei 130 Grad für 15 Minuten oder ausgekocht im Topf. Ränder vor dem Verschließen mit heißem Essigwasser abwischen. Nie mit bloßen Fingern an die Innenseiten fassen.
Was nicht ins Einmachglas darf:
- Milchprodukte – Milchsäurebakterien arbeiten weiter (Milchprodukte eignen sich eher als Kühlkonserve)
- Mit Mehl oder Stärke gebundene Soßen – erhöht Verderb-Risiko (Siehe Kühlkonserve)
- Mehlig kochende Kartoffeln – nur festkochende verwenden
- Butter zum Anbraten – Molke kann Probleme machen, Butterschmalz ist ok
Bei Fleisch besonders wichtig: Fleischkonserven immer zweimal einkochen – 24 Stunden Pause dazwischen. Das Stichwort heißt Botulismus. Lieber einmal mehr vorsichtig sein.

Einkochen für Anfänger – womit fange ich an?
Ganz klar: Marmelade. Einfach, schnell, kaum Fehlerquellen und immer nützlich. Mein Einsteigerrezept:
Einfache Erdbeermarmelade:
- 1 kg Erdbeeren
- 500 g Gelierzucker 1:2
- Saft einer halben Zitrone
Erdbeeren mit Gelierzucker mischen, Saft ziehen lassen, pürieren, 4 Minuten sprudelnd kochen, Gelierprobe machen, heiß abfüllen und verschließen. Fertig!
Und als nächster Schritt? Saft oder Sirup – ohne Dampfentsafter, mit einfachen Mitteln. Auch das zeige ich dir im Artikel.

Saft und Sirup selber machen – ohne Dampfentsafter
Wer denkt, selbst gemachten Saft braucht teure Geräte, irrt sich. Mit dieser Methode brauchst du keinen Dampfentsafter – nur eine große Schüssel, ein Küchenhandtuch und etwas Geduld.
Erdbeersaft – Grundrezept:
- 3 Liter Erdbeeren
- 40 g Zitronensäure
- 2 Liter frisches Wasser
- 375 g Zucker pro Liter gewonnener Flüssigkeit
Erdbeeren in eine große Schüssel geben und mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Zitronensäure darüberstreuen, Wasser auffüllen, umrühren und 24 Stunden abgedeckt ziehen lassen. Danach durch ein mit Küchentuch ausgelegtes Sieb abgießen, den restlichen Saft vorsichtig herausdrücken. Flüssigkeit abmessen, Zucker einrühren bis er sich aufgelöst hat – fertig abfüllen!
💡 Tipp: Den übrig gebliebenen Obstbrei nicht wegwerfen – trocknen und als Tee-Zutat verwenden. Hier wird nichts verschwendet! 👆
Das Rezept funktioniert auch wunderbar mit anderen Beeren – Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren. Und wer mag, kann den Saft direkt zu Gelee weiterverarbeiten – etwas Zitronensaft, eine Vanilleschote und Gelierzucker dazu, fertig!
Noch ein Tipp für deinen Einstieg
Fang klein an. Wirklich. Kleine Mengen, wenige Zutaten, eine Sorte auf einmal. So behältst du den Überblick, entwickelst ein Gefühl für die Abläufe und ärgerst dich nicht wenn mal etwas schiefgeht. Denn das passiert – auch Profis.
Meine Oma hat mir vieles beigebracht ohne dass ich es damals wollte. Heute bin ich froh darüber. Und vielleicht geht es dir nach diesem Artikel ähnlich. 😊

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Eure Pinf
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Das Weck Einkochbuch
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Empfohlen von Pinf – weil gute Grundlagen das A und O sind!

Weck Einkochautomat
„Das ist mein Weck Einkochautomat – ich nutze ihn seit Jahren und er hat sich wirklich bewährt!“
Wer regelmäßig größere Mengen einkocht, kommt irgendwann an den Punkt wo ein Einkochkessel das Leben leichter macht. Er hält die Temperatur konstant, hat oft einen eingebauten Timer und fasst viele Gläser auf einmal.
Aber – und das sage ich bewusst – erst kaufen wenn du weißt dass Einkochen wirklich dein Ding ist. Für den Einstieg reicht ein großer Topf völlig aus!
Weniger Zucker, Fette und Salz

Hochverarbeitete Lebensmittel enthalten viel Zucker, Fett und Salz. Die Grundlage für eine bewusste und gesunde Ernährung sollten daher weniger verarbeitete Lebensmittel sein. Frisch zubereitete Lebensmittel enthalten nicht nur weniger Fette, Salze und Zucker, sondern viele wichtige Nährstoffe, die der Körper benötigt um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

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